zu kurz

Schon wieder zurück in der Heimat?

Ja – allerdings. Es ging (zu) schnell vorbei, aber ich darf wiederkommen. So wird zumindest behauptet. 😜

 

Zermatt

Was hab ich noch erlebt? Wie geplant bin ich am Tag nach der Wanderung zur Hörnlihütte in Zermatt geblieben und hab mir dieses kleine Örtchen, wozu eigentlich jeder ‚Dorf‘ sagt, angeschaut. Traditionell in Flip Flops, da meine Füße froh waren nicht wieder in Schuhe gesteckt zu werden. Im Gegensatz zu anderen Personen komme ich ja gut mit diesem Schuhwerk zurecht.

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Wie überall auf der Welt ist eine Hauptstraße nicht besonders ansprechend… Sobald man die jedoch verlässt, findet man sich in einer Welt äußerst gepflegter, winziger Vorgärten und kleiner Holzhäuschen wieder. So ist das Alpenpanorama perfekt. Neben dem Rundgang hatte ich noch ein paar organisatorische Sachen am Laptop zu erledigen und habe ich einem süßen Cafe gesessen und war fleißig. So ging der Tag schnell vorbei und abends hab ich für Franzi gekocht, bevor wir uns auf zum Straßenfest gemacht haben. Da war Einiges los im ‚Dorf‘.

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Noch selten bei so toller Aussicht gekocht 🙂

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Unsere Auffassung von Party ist irgendwie unterschiedlich…

 

Aufwärts

Für den nächsten Tag war eine weitere Wanderung geplant. Im letzten Beitrag war der Weg zum Gornergrat im Gespräch. Ich habe mich dagegen entschieden. Stattdessen bin ich zum Grünsee (2.300 Meter) rauf. Dieses Mal ohne zu schummeln vom ‚Dorf‘ aus. Ich dachte, ich wäre dieses Mal schlauer, aber außer Wasser und einem Snickers hatte ich nicht viel im Gepäck. Ich war sparsam, denn ich sollte für die Nacht nicht nach Zermatt zurückkehren. Zusammen mit Franzi habe ich in einer Berghütte übernachtet. Der Weg hoch war zwar anstrengend, aber es war sonnig und sogar das Matterhorn hat sich ohne Wolken gezeigt. Wie ich das halt so mache, bin ich natürlich in der Mittagshitze hoch. 🤦‍♀️

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Schweizer Postkartenidylle

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Der See, der seinen Namen verdient ‚Grünsee‘ auf 2.300 Meter

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Ich hatte die Chance in der Hütte, in der Franzi arbeitet, auszuhelfen. So hatte ich nach meinem Aufstieg noch ein wenig Arbeit vor mir. Eine tolle Erfahrung. Da vergisst man schnell, wo man sich befindet, aber ein kurzer Blick aus dem Fenster hat mich schnell daran erinnert, dass ich in den Bergen bin.

Leider hat es sich nachts zugezogen und vom Sternenhimmel konnten wir nichts sehen, aber Regen hat ja auch was. Am nächsten Morgen hat es weiterhin geregnet und an dieser Stelle darf ich mich selbst loben. In meinem spärlichen Reisegepäck hatte ich tatsächlich meine ‚gute‘ Goretex-Regenjacke eingepackt. Endlich mal was richtig gemacht!! So hat mir der Regen auf dem Weg nach unten nichts ausgemacht. Natürlich gab es kein Bergpanorama, aber dafür mystische Aussichten. Begleitet hat mich ein stetiges Donnergrollen, was ein bisschen unheimlich war, wenn man auf einem Berg rumläuft.

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Die Flora hat es mir angetan

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Annulliert!

Am Vortag war ich bei der Suche im letzten Winkel des Reisebudgets für einen Flug mit der Air Zermatt erfolgreich. Ich hatte Glück und es hatten sich noch drei Weitere für den Rundflug angemeldet. Allerdings hat das Wetter nicht mitgespielt und – außer Wolken – hätte es nicht viel zu sehen gegeben. Wirklich schade, denn ich hätte mir gerne die Berge von oben gesehen. Ein weiterer Grund noch mal nach Zermatt zu fahren.

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Hätte, hätte Fahrradkette

Abschied

Dann hieß es auch schon fast ‚Abschied nehmen‘, denn abends sind wir ins beschauliche Lindau (nicht am Bodensee!!) gefahren. Ich habe mich noch erfolgreich beim Souvenirshopping und der Suche nach Mitbringseln verdingt. Viel ist nicht bei rausgekommen, weil auch Souvenirs teuer sind. 🤷‍♀️

Die Abreise wurde mir mit Alpenglühen versüßt. In Lindau war ich dann endlich mal am Grab der Familie Maggi. Vielleicht ist es noch ein Begriff, dass man es ‚Matschi‘ ausspricht?!? Hihi.

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Ich bin froh, dass ich jetzt wiederum Druck für einen Besuch aufbauen kann. So geht dieser Kelch wieder zurück an Franzi…

Eine ereignisreiche Woche geht zu Ende.

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Hoch hinaus

Tag Wohl aus der Schweiz. Genauer gesagt aus Zermatt am Fuße des Matterhorns.

Nach einer – unerwartet – langen Anreise bin ich endlich in Zermatt angekommen. Erwartungsgemäß stand ich auf der A5 im Stau, aber danach lief es flüssig. Ein kurzer Stopp an einer Raststätte in Deutschland, um die Vignette zu kaufen und ehe ich mich versah, war ich schon in der Schweiz. Etwa in der Mitte der Schweiz fing es an, landschaftlich interessant zu werden. Mein erstes Ziel war der Lötschbergtunnel, für den ich bereits im Vorfeld ein Ticket gekauft hatte. In der Spur für die Online-Tickets sollte ja alles ganz schnell gehen. Von wegen – ich hab erstmal den kompletten Verkehr hinter mir aufgehalten, weil der Scanner den QR-Code nicht von meinem Handy lesen konnte. 🙄 Irgendwann hat es dann doch mit Hilfe einer Dame aus einem Kassenhäuschen nebenan geklappt. Dann dauerte es nicht lange bis mein Golf und ich verladen wurden.

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Gleich wird es dunkel…

Auf dem Hindenburgdamm ist die Sicht eindeutig besser und da ist es auch nicht so dunkel. Irgendwie hat mich das im ersten Moment überrascht. Man wird in der Finsternis ganz schön durchgeschüttelt.

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Mehr gab es nicht zu sehen. Hihi.

Vor der Einfahrt in den Tunnel war der Himmel wolkenverhangen und nach dem Verlassen: et voila – blauer Himmel und schönster Sonnenschein. Ab hier ging es dann noch mit maximal 60 Km/h voran. Dafür kurvig, was mir natürlich gut gefallen hat. Da konnte ich gut mit den Schweizer Autofahrern mithalten. Wobei mein Golf für solche Strecken ein paar mehr PS vertragen könnte…

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Golfus VauWeus im natürlich Habitat

Das Terminal mit dem reservierten Parkplatz in Täsch konnte ich ohne Probleme finden und dieses Mal gab es keine langen Schlangen hinter mir. Dann eben noch in den Zermatt-Shuttle und dann war ich endlich in Zermatt angekommen. Franzi hat mir eine Wegbeschreibung zu Ihrem zu Hause erstellt, der ich stoisch gefolgt bin. Diese Aussicht hat mich für den langen Anreisetag entschädigt.

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Aussicht von der Terrasse mit Blick auf das Matterhorn. 😍😍

Abends haben wir nett ‚grilliert‘ und ich konnte bereits ein paar Locals kennenlernen. Für den nächsten Tag stand eine Wanderung zur Hörnlihütte auf dem Programm – dem Startpunkt zum Aufstieg auf das Matterhorn. Ich war mir nicht sicher, ob das irgendwie für mich passend ist. Die liegt immerhin auf über 3.000 Meter. Zuerst sind wir mit der Gondel bei Nebel zur Station ‚Schwarzsee‘ gefahren. Schwarzsee liegt etwa auf einer Höhe von 2.500 Meter.

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Ganz schöne Suppe

Bis zur Hörnlihütte hat man dann nur etwas mehr als 700 Höhenmeter zu überwinden. Ein Klacks… In einer Beschreibung steht geschrieben:

Dieser Weg verlangt Trittsicherheit und gute Ausrüstung und ist nur für Schwindelfreie zu empfehlen. 

Gute Ausrüstung? Klar – ich hab doch Wanderschuhe an und ungefähr noch so 15 Cashewnüsse im Gepäck. Schwindelfrei? Hatte ich noch nie Schwierigkeiten mit. Und überhaupt – ich komme doch aus der Eifel. 🤷‍♀️ Alles easy.

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Schwarzsee mit der Kapelle ‚Maria zum Schnee‘

Also ab nach oben. Die Aussichten von so weit oben sind wirklich fantastisch. Ich war ja noch nie so hoch in den Bergen – zumindest nicht zu Fuß. Flugzeug zählt wohl nicht.

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Blau/weiß bedeutet übrigens Alpinwanderweg

Zwischendurch war ich mit meinen Schuhen eher weniger zufrieden, weil ich doch ab und an gerutscht bin. Irgendwie blöd, wenn es neben einem steil nach unten geht… Den Punkt zur Trittsicherheit kann ich nur bestätigen. Ich habe mal kurz drüber nachgedacht, ob ich Musik hören soll, aber ich hatte Angst, dass mich das zu sehr ablenkt. Jeden Schritt hab ich wohlüberlegt gesetzt. Viele Wanderer sind da mit Stöcken unterwegs. Ich war froh, dass ich meine nicht mitgenommen hatte. Die hätten nur meinen Gleichgewichtssinn gestört und mich wohl ziemlich genervt. Wahrscheinlich sind aber die mit Ausrüstung gemeint. Schwindelfrei sollte man wirklich in jedem Fall sein. Teilweise geht man über Gitter, die am Berg am befestigt sind und unter einem geht es steil nach unten und manchmal ist ein klein wenig Kletterei erforderlich. An den heiklen Stellen gibt es dann zum Glück Fixseile. Etwa auf der Hälfte der Strecke dachte ich gelernt zu haben, dass ich doch nicht schwindelfrei bin. Das war kein sonderlich angenehmes Gefühl – mal abgesehen vom Schwindel. Die paar Cashewnüsse und auch Wasser haben nicht geholfen. Es wurde erstmal nicht besser, sondern schlimmer. Man hat ja keine Lust am Berg umzukippen. Vor meinem geistigen Auge habe ich schon gesehen, dass ich mit dem Helikopter abgeholt werden muss… Als Schmalspurwanderer bleibt nur dann nur eine Option: zusammenreißen und weiter aufsteigen. Das hab ich gemacht und irgendwann ging es deutlich besser und na ja – irgendwann findet dann jeder Aufstieg ein Ende. 🤩

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Es ist frisch auf über 3.200 Meter

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Halb-Gipfelstürmer unter sich

Nach der teuersten Spaghetti Bolognese, die ich je gegessen habe, fällt dir dann plötzlich ein, dass du ja auch wieder runter musst. Huch?!?!

Irgendwie ging es mir nach dem kohlenhydrat-lastigen Mittagessen wieder gut und auf dem Weg runter war absolut nichts mit Schwindel und so. Die aktuelle These lautet Schwindel aufgrund von Unterzuckerung. IMG_2147IMG_2148IMG_2149

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Im roten Kringel befindet sich übrigens die Hörnlihütte.

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Heute gönne ich meinen Füßen mal eine Pause und Morgen schnüre ich wieder die Wanderschuhe. Dann geht es vielleicht rauf zum Gornergrat. Und ich suche fieberhaft im letzten Winkel des Reisebudgets, ob ich nicht doch noch genügend Kohle für einen Helikopterflug finde…

Der Berg ruft

Es ist soweit.

Den Druck, den Franzi aufgebaut hat, baue ich Morgen ab. Dann geht es für meinen Golf und mich Richtung Schweiz. Mit dem Auto bis nach Täsch und dann weiter mit dem Shuttle nach Zermatt. Zwischendurch nutze ich den Autozug. Das letzte Mal habe ich das gemacht, als ich den Hindenburgdamm überquert habe. 😋

 

Mein erster Besuch in der Schweiz. Die Landessprache beherrsche ich jedenfalls schon mal. Kleiner Scherz. Ich bin mit dem Schweizer Deutsch etwas eingerostet, aber ich komme bestimmt schnell wieder rein.

Die Tasche ist gepackt und natürlich habe ich mein Auto entsprechend ausgerüstet.

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Gero Krieger ist ‚back on the road‘

Also dann Franzi: Stell schon mal Wasser für schwarzen Tee auf!

Bis bald.

So, da ist sie!! Die unverblümte Wahrheit über Eva.

…und Irland.

[EIN GASTBEITRAG VON FRANZI]

Im zarten alter von 24 Jahren habe ich mich entschieden eine Reise nach Irland zu machen, in Begleitung einer fast Fremden, wie sich mit der Zeit herausgestellt hat äusserst heiklen und natürlich knallhart direkt aber fairen Deutschen Dame namens Eva.

Eva und ich hatten uns im Mai 2017 in Neuseeland kennen gelernt, wir hatten da vielleicht 5 Tage miteinander zu tun und ich habe sie seither nichtmehr wieder gesehen! 
Ist es also eine gute Idee über 10 Tage Ferien im Zelt mit einer beinahe Unbekannten zu planen?! Diese Frage habe ich mehrfach in meinem Freundeskreis gehört! 

Klar, zu zweit reisen, heisst auch Kompromisse eingehen und wenn man sich nicht so gut kennt, weiss man nicht was für Kompromisse auf einen zukommen. 

Euch kann ich es jetzt ja sagen, eine Scheissidee war das!! Meine Güte, ging das in die Hose….

…kleines Gspässli am Rande! Ich hatte eine tolle Zeit mit Eva, lustige Unterhaltungen unter anderem über die Air Zermatt, leckeres Essen mit viel Gemüse (dass ich selber nie freiwillig ins Essen getan hätte),  eine tolle Stadtführung durch Dublin (inklusive eines Deathly Hallow Pins) und vieles mehr. 

Ich hatte natürlich Glück, das Eva bereits zum 9. Mal in Irland war und ich somit meinen persönlichen Reiseguide dabei hatte. Auch, dass sie die schmalen Strassen Irlands und den Linksverkehr gewohnt war und auch einfach gerne Auto fährt! So konnte ich immer nach Lust und Laune ein paar km fahren und wenn mir die kritischen Blicke oder Kommentare von Ihr zuwider wurden, ihr den Schlüssel wieder in die Hand drücken. Wobei fairerweisse muss ich sagen, dass es während meiner Fahrzeit mehrheitlich Blicke waren, die Kommentare & Flüche kamen dann sobald sie am Steuer war und vor uns ein Autofahrer mit meinem Fahrstil war 😂

Ich persönlich würde von mir sagen, dass ich tendenziell zu den Frühaufsteher gehöre! Aber niemand steht wohl so früh auf wie Eva, kaum habe ich mich das erste mal gedreht, schlüpft sie schon aus ihrem Schlafsack und macht sich ready für den Tag. Immerhin hat sie mich im Zelt immer sehr fürsorglich mit ihrem Schlafsack zugedeckt, merci dir Eva! 😘 

Meine Lieblingszeit am Tag, das gemütliche Frühstücken, kam in Irland leider immer zu kurz. Zwar hat es immer gut angefangen, aber kaum war Evas Tee leer, hatte sie plötzlich so einen Stress, ob jetzt meine Tasse schon leer war oder nicht. Woher der Stress kam, ist mir bis heute ein Rätsel, da wir eigentlich selten grosse Pläne hatten… 
Da sie ja kritikfähig ist, habe ich sie mehrfach darauf hingewiesen und jedesmal wurde mir Besserung versprochen. Die Zeit hat wohl nicht ausgereicht, denn der Stress blieb und mein Tee musste ich immer exen…

Keine Sorge, hab dich trotzdem lieb Eva und die Gespräche über Gero Krieger und Crew werden mir fehlen. Freue mich auf deinen Besuch diesen Sommer bei mir in Zermatt (um den Druck dankend zurück zugeben…;))! 

…und sage tschüssli 👋🏻

Déjàvuhafte Abschiede

Ja – irgendwann ist Schluss. Auch und vielleicht insbesondere mit dem Reisen. Irgendwann kommt der Punkt, da muss man sich über die Abreise unterhalten. Ob man nun will, oder nicht. Da ist es egal, ob die Unterhaltung zweisprachig stattfindet. Dann wird alles schnell so organisatorisch. Wann genau muss das Auto abgegeben werden? Gepäckstücke müssen wieder eingepackt werden und Souvenirs müssen verstaut werden.

Beim letzten Eintrag waren wir noch in Galway und ohne Absicht hat niemand ein Foto von dieser Stadt geschossen… Abends gab es jedenfalls ‚Fish and Chips‘ und im Anschluss haben wir uns durch diverse irische Gin-Sorten probiert. Das war sehr lecker und irgendwie ein recht kostspieliger Abend. Ist ja klar, wenn man nicht selbst kocht und Gin-Sorten testet. Wir können die vier verkosteten Sorten uneingeschränkt empfehlen.

  • Method of Madness aus Cork
  • Gundpowder aus Leitrim
  • Killarney Gin aus Killarney
  • Dingle Gin aus Dingle (unser Favorit)

Zum Glück hatten wir vor dem Gin schon Zelt und Co. wieder ordentlich verpackt, denn es machte auch für Dublin keinen Sinn auf einem Camping-Platz zu übernachten. Stattdessen sind wir im Studentenwohnheim der Dublin City University untergekommen. Das hat viele Erinnerungen an das Studentenwohnheim in Auckland hervorgerufen. StuWos (Fachjargon für Studentenwohnheim) sind irgendwie alle gleich. Sogar der Geruch hat mich an die Zeit in Neuseeland erinnert.

Nach der Ankunft sind wir mit dem Bus in die Stadt gefahren und ich habe – so gut ich konnte – mein Dublin-Wissen zum Besten gegeben. Leider hat es den restlichen Tag geregnet, sodass wir uns in Geschäften und kleinen Läden aufgehalten haben. Gegen Abend hatte ich dann endlich das ‚Porterhouse‘ wiedergefunden und dort haben wir zu Abend gegessen. Es gab einen Burger und für mich ‚Seafood Chowder‘. Da hatte ich schon den ganzen Tag Lust drauf. Kredenzt mit einem Stout, dass so bitter war, dass ich es nicht austrinken konnte. Bäh. Da bleibt man doch besser beim Dingle-Gin. Als Absacker haben wir uns mit einem Cider eingedeckt, denn eine Folge von ‚The Horn‘ war noch offen. Also haben wir uns gemütlich aufs Bett gesetzt und haben diese Reise-Tradition beendet.

B steht für Bitter

Just als die letzten Bilder des Matterhorns zu sehen waren, kam ein neuer Déjàvu-Moment hinzu. FEUERALARM! Das Geräusch kannte ich bereits aus dem neuseeländischen StuWo. Das holt auch den letzten Studenten aus seinem Schönheitsschlaf.

Erstmal Ruhe bewahren! Die zweite Amtshandlung meinerseits bestand darin, mich umgehend mit warmer Kleidung einzudecken. Den Fehler – bei kalten Temperaturen – leicht bekleidet rauszulaufen mache ich nicht mehr. Wir haben dann die wichtigsten Dinge in die Jackentasche gestopft und sind aus der Wohnung raus ins Treppenhaus. Fahrstuhl ist im Brandfall ja tabu. Vom zweiten Stock aus, ist man schnell unten. Wie üblich hatte ich mit einem Fehlalarm gerechnet. Im Treppenhaus im ersten Stock, dann die Überraschung: die Sicht wurde zunehmend trüber und es hat sich ein sofortiger Hustenreiz eingestellt. Die Tür unten war offen, also sind wir rausgegangen. Es waren schon eine Menge Campus-Angestellte auf den Beinen und so standen wir erstmal draußen rum. Nach kurzer Zeit entpuppte sich dann doch als Fehlalarm. Die Antwort hat mir nicht ausgereicht – also habe ich gefragt, was das für eine Subtanz im Treppenhaus war, die sich schnell mit Rauch verwechseln lässt. Irgendein Depp hat einen Feuerlöscher mit Löschpulver entleert. Das wirkte allerdings täuschend echt.

So sah es auf dem Boden im Treppenhaus aus

Nach dem Schock stand unserem eigenen Schönheitsschlaf ja nichts mehr im Wege. Zumindest Franzi konnte ein bisschen schlafen. Mir wurde urplötzlich furchtbar schlecht. Das kam überraschend und zuerst habe ich versucht es zu ignorieren. Nach etwa einer Stunde war das mit der Ignoranz hinfällig. Das ‚Seafood-Chowder-Süppchen‘ hat sich seinen Weg nach draußen gebahnt. Also hing ich recht lang über der Schüssel. Im Anschluss war es zwar deutlich besser, aber schlafen konnte ich trotzdem nicht. In Neuseeland hatte ich damals auch eine Lebensmittelvergiftung…

Jedenfalls ist die Reise jetzt leider um und ich sitze schon am heimischen Computer und möchte mit diesem Beitrag abschließen. Es sei denn Franzi verfasst noch Ihren Beitrag als Gastautor, quasi als Gegendarstellung. Ich weiß allerdings nicht, ob es dazu kommt (ja Franzi – ich baue Druck auf).

Zum Abschied des bilingualen Roadtrips noch ein paar Bilder und meine Lieblingsworte auf ‚Schweizer Deutsch‘.

  • parkieren
  • Zah
  • nöt
  • guggled
  • lurge
  • Glatzli
  • Kurtli
Ein letztes gemeinsames Bild am Flughafen

Wer hat am Ührli gedreht?

Ich komme gar nicht mehr dazu, Blog zu schreiben. Zelten verlangsamt und beschleunigt die Zeit gleichermaßen. Normalerweise hab ich abends Zeit was zu schreiben. Hier sind die Abende entweder von der Suche nach einem passenden Camping-Platz (wir nehmen nicht jeden), dem Zeltaufbau, Essen kochen und dem Schauen einer Doku geprägt. Urplötzlich ist es 23:00 Uhr und dann versucht man es sich im Schlafsack gemütlich zu machen. Nach dem Aufstehen dann das gleiche Prozedere – nur eben rückwärts. So fliegen die Tage und Orte dahin.

Nach Dingle sollte es nach Lahinch gehen. Einem irischen Surferparadies, wo Franzi sich gerne ein Brett ausleihen wollte. Da mir Wasseraktivitäten dieser Art nicht liegen, wollte ich mir ein bisschen die Beine vertreten. Am Abreisetag ging irgendwie alles viel schneller als sonst. Zelt abbauen war ja nicht nötig – nur Stulle schmieren und das geht im Schlaf. Auch der Weg zur Toilette dauert nur 5 Sekunden, statt 5 Minuten. Also ab ins Auto und los. Wer bei der Streckenführung nicht aufpasst, der landet dann doch irgendwann auf dem Wasser. Ich hab mir den Weg nicht genau angeschaut und zack war ein Stück des Weges mit der Fähre zurückzulegen.

Der Weg führte größtenteils durchs Landesinnere, also nicht so spannend. Bis auf die Tatsache, dass Anhalter einfach nicht mit uns mitfahren wollen, so sehr wir uns bemühen.

Hitchhiking – nicht mit uns

Unsere erste Erfahrung haben wir bereits auf dem Weg nach Dingle gemacht. Am Straßenrand taucht eine Frau mit Schlappen und Geldbörse auf. Keine Jacke, oder Tasche dabei. Nett wie wir sind – halten wir an. Sie fragt, in welcher Richtung Cork liegt. Sie wirkt aufgelöst und erzählt von einem Familienstreit. Könnte erklären warum sie mitten in der Pampa mit Hausschuhen anzutreffen ist. Ich zeige Ihr das Navi – habe allerdings den Eindruck, dass Sie nicht lesen kann. Dann bedankt Sie sich und steigt wieder aus dem Auto aus.

Der nächste Versuch Anhalter – bei übervollem Auto – mitzunehmen, scheitert ebenfalls. Aus dem Weg von Dingle nach Lahinch halten wir für zwei Ladies mit Rucksäcken an. Wir (glauben zu) erzählen, dass wir nach Lahinch fahren. Die beiden wollen nach Tralee und kommen zu dem Entschluss dass Inch nicht auf dem Weg liegt. Später wundern wir uns, dass wir durch einen Ort namens Tralee fahren. Kommunikation ist eben alles. 🤷🏼‍♀️ Wir geben nicht auf und versuchen es weiter.

Zelt aufbauen geht inzwischen von alleine

Nach der Ankunft erstmal Zelt – mit Blick auf die Cliffs of Moher – aufstellen und ab nach Lahinch. Schnell haben wir einen Surfshop ausgemacht und da geht es auch schon Richtung Strand.

Nach einem Wäschestopp und einem Spaziergang am Steinstrand, haben wir ordentlich getafelt und dann gab es noch eine Folge ‚The Horn‘. Da wir ja quasi die irische Außenstelle der Air Zermatt sind, passt diese Doku gut. Zu sehen auf Netflix.

Am nächsten Tag ging es wieder weiter. Endlich nach Connemara. In einem letzten Irlandurlaub hab ich diese Gegend zu meinem Liebling erklärt. Ich bleibe dabei und fand es nun noch schöner. Was wohl daran liegt, dass ich neue Ecken gesehen habe und tatsächlich auf einen Berg geklettert bin. Allerdings ohne passendes Schuhwerk und auch sonst ohne passende Kleidung.

Geschafft – Gipfelstürmer unter sich

Wir sind irgendwie eher spontan da hoch gelaufen. Um genau zu sein – den Diamond Hill.

Davon waren wir so begeistert, dass wir am nächsten Tag noch eine Wanderung unternommen haben. Wir sind den Killary Fjord entlang gewandert. Immer schön mit Blick aufs Wasser. Im Anschluss ein kurzer Stopp bei der Kylemore Abbey und dann hat Franzi noch einen tollen Campingplatz am Meer entdeckt. Da haben wir unser Abendessen am Strand gekocht und haben uns sogar ins Wasser getraut. Das war sehr erfrischend. Brrrr. 🥶

Wenn ich das einschätzen sollte, dann würde ich sagen, dass die bilinguale Verständigung super klappt – aber Franzi ist davon oft nicht überzeugt.

Heute sind wir in Galway angekommen und morgen geht es zurück nach Dublin.

Luft vs Federkern

Es dauert eine Zeit, bis man sich mit dem Zelten eingegroovt hat. Den Status hab ich noch nicht erreicht. Es gilt jede Kleinigkeit zu bedenken, wenn das Auto weit weg geparkt ist und man etwas dort vergessen hat. Wobei das auch gilt, wenn das Auto direkt neben dran steht.

Das Fassungsvermögen ist echt nicht so prall

Für die Nacht im Zelt braucht es nicht alles aus dem Gepäck. Also immer schön nachdenken, was wirklich nötig ist. Die mitgenommenen Sachen könnten nämlich klamm werden.

Was passiert, wenn es morgens regnet, dass Zelt nass ist und man weiterfahren möchte? Es zwar einen Händetrockner gibt, der aber weit weg ist? Das Auto ist ohnehin schon – bis unters Dach – mit Taschen und Plastiktüten vollgestopft. Genau – einfach auf Sonnenschein hoffen. Das hat bis jetzt geklappt. Im Vergleich schneidet die Sonnenscheintrocknung besser ab. Sorgt natürlich auch für mehr Aufmerksamkeit am Campingplatz und schlechte Sicht!

Um die nächste Nacht im Zelt angenehmer zu gestalten, haben wir uns mehrere Tipps – sowohl aus der Schweiz, als auch Deutschland geholt. Für mich war die nächste Nacht wesentlich besser. Für Franzi auch ein bisschen. Allerdings kann man sie auf dem Foto kaum erkennen. Bis obenhin eingepackt, um bei acht Grad nicht zu frieren.

Suchbild

Unsere Lidl-Tüte repräsentiert das Pendant zu einem Vorratsschrank. Viel Zeit des Tages geht dafür drauf, dass ich immer wieder diese Tasche sortiere. 🙄 Es hat nämlich keinen messbaren Effekt. Und überhaupt- ich sortiere ständig meinen Kram und finde doch nur die Sachen, die ich gar nicht suche. Dabei habe ich gar nicht so viel dabei. Seltsames Phänomen.

Mit wunderbarer Windstille hat uns Cahersiveen verabschiedet. Das Schmieren eines Butterbrotes hat sich schon als Routine etabliert. Das nehmen wir meist an einem Platz mit toller Aussicht ein. Es könnte uns deutlich schlechter gehen.

Am liebsten wären wir noch ein bisschen geblieben, aber Dingle hat auf uns gewartet. Auf dem Weg dorthin wollten wir einen Zwischenstopp in der Nähe von Glenbeigh einlegen, um eine Wanderung zu unternehmen. Allerdings war diese nicht ausgeschildert und die digitale Beschreibung nicht sonderlich brauchbar. Deshalb sind wir einfach den Berg rauf und wieder runtergegangen, obwohl die Aussicht sich durchaus sehen lassen konnte.

Am Morgen hatten wir uns dazu entschieden, nachts das Zelt gegen ein richtiges Bett einzutauschen. So haben wir ein nettes Zimmer mit Frühstück direkt mitten in Dingle ergattert und fühlen uns dort sehr wohl. Ich hab richtig gut geschlafen. 😋 Die Aussicht aus dem Zimmer hat mich ein wenig Heimweh bekommen lassen.

Wer sich ein richtiges Bett gönnt, der geht auch abends mal aus. Die lokale Pubszene kann sich sehen lassen. In den letzten Jahren sind hier einige Mikro-Brauerein entstanden. Auf Empfehlung unserer Gastmutter sind wir in einen Pub, um uns einen fetten Burger zu gönnen. Natürlich gab es weitere ‚Pints‘ und ein leckeres Eis von Murphy’s.

Star Wars ist hier allgegenwärtig. Ein paar Ideen finde ich süß. Ich hab versucht Franzi die Thematik näher zu bringen, aber viel weiter, als dass Chewie ein laufender Hund ist, bin ich nicht gekommen.

Unseren Aufenthalt in Dingle haben wir verlängert. Eine weitere Nacht in einem Bett klingt gut – aber ab Morgen ist wieder Zelten angesagt. 💪🏻

Heute waren wir auf dem ‚Slea Head Drive‘ unterwegs und heute Abend gab es ein Glas Dingle Gin.

Also alles ganz klassisch und ohne besondere Vorkommnisse. Kann ja noch werden.

Galerie

Im Dunstkreis des spanischen Cider-Essigs mit den Camping-Profis

Das Zeitphänomen des Reisens hat uns fest im Griff. Die Zeit fliegt nur so dahin. Mit ihr das ständig wechselnde irische Wetter.

Just in der Sekunde liege ich im Schlafsack eingemümmelt auf der Wiese vor dem Zelt und schaue aufs Meer hinaus.

Ein guter Platz zum Schreiben

Inzwischen sind wir am Ring of Kerry angekommen. Am ersten Reisetag haben wir erstmal unseren roten Flitzer mit den Logos beklebt. Zahlreiche Rückmeldungen haben ergeben, dass die Namensgebung des Autos schwer bis gar nicht zu verstehen ist. Das macht nichts. 🤪 Wir sind äußerst zufrieden.

Erster Stopp auf der Reise waren die Wicklow Mountains mit Glendalough, wo ich jetzt zwar bestimmt schon fünf Mal gewesen bin, aber für Franzi ist es die erste Reise nach Irland. Das gehört ja irgendwie dazu. Im Vergleich zu 2017 hat sich nicht viel verändert.

Eine kleine Wanderung war für Avoca geplant, damit wir nicht den kompletten Tag im Auto sitzen. Es hat wieder etwas gedauert, bis wir den Startpunkt gefunden haben, aber dann konnten wir uns nett die Beine vertreten, bevor wir uns in der ‚Avoca Mill‘ einen fetten Scone mit ‚clotted cream‘ gegönnt haben!
Ein alter Webstuhl in der Mühle von Avoca
Lecker, aber ein echt großer Kerl

Danach sind wir quer über die Insel mit Ziel Killarney. Die Fahrt verlief recht unspektakulär. Diverse Apotheken – bei denen wir Brennspiritus für den Campingkocher hätten kaufen können – hatten alle geschlossen. Am Montag war hier ein Feiertag. Killarney hat uns mit Regen und einer geöffneten Apotheke empfangen. So stand dem Kochvergnügen nichts mehr im Wege.

Der Campingplatz war ganz ok für den Anfang und das Zelt war schnell aufgebaut. Dann fing es so langsam an interessant zu werden.

Trügerische Idylle
Das mit der schönen Aussicht stimmt nicht ganz. Treffsicher haben wir den Campingplatz angesteuert, der an einer Schnellstraße liegt und wo die Bahn dran vorbei fährt…

Von sowas lassen wir uns nicht die Laune verderben. Um den Hunger zu stillen, muss die Außenküche erstmal aufgebaut werden.

Dagegen kann Jamie Oliver einpacken
Penne Bollo a al Trangia

Mein Trangia-Nachbau macht seinen Job richtig gut. Das Kochvergnügen wurde allerdings getrübt. Der erfahrene Camper ahnt schon, was jetzt kommt…

🦟

Eine plötzliche Invasion, die über uns hereinbrach. Ich wusste gar nicht richtig, wo die alle hergekommen sind.

Die grauen Punkte sind ein paar Stechmücken…

Unbeirrt schneide ich weiter, was das Zeug hält. Dann der rettende Einfall: vielleicht mögen die Fliegen ja keinen Essig? Zufällig hatten wir – aus einem komplett anderen Grund – eine Flasche Cider-Essig aus Spanien gekauft. Diesen Dunst mögen irische Stechmücken überhaupt nicht. Also fix den Essig aufgekocht und schön in die Essigwolke gesetzt. Hier noch ein Profitipp: es empfiehlt sich die Mücken mit einem Topf aufgekochtem Essig zu verfolgen.

Mückenjagd demonstriert von Franzi

Nach einem Mahl im Essigdunstkreis und einer bilingualen FaceTime-Konferenz (mit Affe) haben wir unser Zelt eingerichtet.

Die Nacht war kurz, kalt und es hat geregnet was das Zeug hält. Das Zelt war morgens einfach nur nass. Also erst das Innenzelt abbauen und dann den Händetrockner bemühen. Im abgewechselten Schichtdienst dauert sowas in etwa eine Stunde. Steht als Tipp so in gängigen Camperforen. 🙈

Dann ging es weiter auf den Ring of Kerry mit Ziel Cahersiveen. Mittagspause gab es am Strand.

Das Wetter wurde stetig besser und auch das Zelt-aufbauen klappte wesentlich schneller. Keine Mücken und kein Regen in Sicht.

Profi bei der Arbeit 😂
Sonnenuntergang – Camperidylle bei den Profis
Es herrscht Ordnung bei uns – NICHT

Heute Morgen sind wir – vergleichsweise – früh losgekommen. Wir sind den ‚Bray Head Loop‘ auf Valentia Island mit Blick auf die Kerry Cliffs und Skellig Michael gelaufen. Schöne Klippenwanderung mit tollen Aussichten aufs Meer.

Im Anschluss ging es nach Kells zum ‚Kells Bay House and Gardens‘. Ein echter Geheimtipp für Menschen mit einer Passion für Farne! Ich bin begeistert. Farne soweit das Auge reicht. Hätte ich früher davon erfahren, dann wäre ich dort auch schon fünf Mal gewesen. Dort gibt es sogar eine Hängebrücke und einen kleinen Wasserfall – von der weitläufigen Parkanlage mal abgesehen.

Den Rest des Tages gammeln wir rum, denn so eine Reise mit dem Zelt ist ganz schön anstrengend. 😜

Bilingual unterwegs auf dem Greenway

Mit Vogelgezwitscher aufzuwachen hat schon was. Da diese Reise ja quasi mit einem Tag Verspätung gestartet ist – nimmt der Roadtrip heute seinen Anfang.

Gestern gab es keine Zugausfälle der Schweizer Bahnen und so quillt das Auto nun vor Gepäck über. In den Kofferraum passen gefühlt etwa zwei Sodabrote und eine Flasche Wasser. Da ich/wir eine zweite Nacht in der gleichen Unterkunft verbracht haben, weiß ich noch gar nicht, wie voll das Auto wirklich wird. Ist auch nicht so schlimm, denn es ist kein Fiat. Beim Rest bin ich entspannt.

Wir bilden hier sowas wie eine kleine Neuseelandreisegruppe, denn wir sind beide mit Merchandising-Artikeln ausgestattet. So hab ich Franzi auch in der Ankunftshalle in Empfang genommen. Damit Sie treffsicher die richtige Person ansteuert.

Den guten Fernway haben wir im SuperValu entdeckt 😃

Nach einem kurzen Stopp haben wir versucht unsere erste Wanderung zu unternehmen – den Greenway, der zum Russborough House führt. Leider hat das nicht so gut geklappt, denn es war recht schwierig den Startpunkt zu finden. Nachdem wir gefühlte zwanzig Mal um den Block gefahren sind, haben wir Ihn doch gefunden. Eine angenehme Wanderung vorbei am Lake Blessington.

Lake Blessington

Tane Mahuta? 🤔

Die Idee zu Fuß zum Russborough House zu laufen war sehr gut, denn es war brechend voll und diese Menschenmassen haben uns abgeschreckt. Dafür sind wir in die Parkanlagen, die einen wunderschönen Garten haben. Franzi musste sich den Namen jeder Pflanze anhören, die ich kannte. Ich glaub Ihre Interessen liegen woanders. Hihi. Dafür sind wir direkt als ‚Locals‘ identifiziert worden. Wir sahen – auf der Parkbank sitzend und Scones verspeisend – so aus, als ob wir im Garten arbeiten würden. Kann es ein schöneres Lob geben?

Den Rest des Tages haben wir damit verbracht ein bisschen die Reise zu planen. Heute geht es weiter durch die Wicklow Mountains – natürlich mit Stopp in Glendalough – nach Avoca mit dem Endziel Killarney. Dann erwartet uns die erste Nacht im Zelt. Es herrscht noch Unklarheit, ob das Zelt komplett ist, aber das wird sich zeigen.

King 👑

Unter strenger Beobachtung von King gab es eine angeregte Diskussion auf ‚Schweitzer Deutsch/Hochdeutsch‘ darüber, wie nun das Auto getauft werden soll. Hier die Vorschläge, die mich über verschiedene Kanäle erreicht haben:

  • Speedy Gonzales
  • Rudolf
  • Knallrotes Gummiboot
  • Koreaferrari

Vielen Dank für die Vorschläge. Alle Einreichungen wurden diskutiert und wir finden alle gut. 😃 Wir sind dann selbst auf einen Namen gekommen, der einen Herkunftsbezug hat und gleichzeitig die Farbe rot widerspiegelt. Noch eine Anmerkung der Redaktion. Der Name ist vor der Flasche Wein entstanden und ist auch irgendwie ein Insider. Also könntet Ihr es gar nicht lustig finden. Nun gut – ich präsentiere.

GERO KRIEGER

Wir haben auch gebastelt.

Sogar mit Bastelschere

Wir haben uns gefragt: Was ist rot und können wir mit Zermatt im schönen Kanton Wallis und Kirchwald verbinden? Natürlich Air Zermatt und die Freiwillige Feuerwehr Kirchwald. Versteht sich ja von selbst, oder? 🤷🏼‍♀️ Der Chef von Air Zermatt ist der Gero und na ja irgendwie klingt der Nachname vom Chef der Öscher Feuerwehr auf Schweitzer Deutsch wie Krieger. Et voila – so sind wir drauf gekommen. Von wegen Fisimatenten und so! 😂.

Franzi hat gemalt und ich geschnitten

Wenn wir gleich losfahren, werden wir die Wappen entsprechend anbringen. In diesem Sinne starten wir gleich mit dem Rettungsmobil #gerokrieger2019.

Ach ja – nur mal so nebenbei. Ich hab es geschafft mir gestern einen Sonnenbrand zu holen! Keine Ahnung, wie das passieren könnt – denn hier hat es keine 30 Grad.

Auf Trallafitti zum fisimatenten-machen

So oder so ähnlich ist es geplant. Die Überschrift ist heute gesponsert von Lisbeth. Auf diesen tollen Ruhrpott-Slang wäre ich nicht alleine gekommen. Klarer Fall. Vielen Dank noch mal. 😃

Ich weiß nicht, ob sich Enttäuschung breit macht, da ich eine loyale Reisende bin? Ich bin auf der grünen Insel. Ganz traditionell mit einer Verspätung beim Start. Der Flugplan von Ryanair muss Verspätungen schon mit einkalkulieren. Irgendwie ist man dann am Ende doch pünktlich da. Ein paar Erkenntnisse von der letzten Reise versuche ich zu berücksichtigen. Ich hab die kleinste Fahrzeugkategorie gebucht, die möglich ist. Wie sich das mit vier Gepäckstücken und einem teilweise geplanten Camping-Urlaub verhält, bleibt abzuwarten. Dafür ist eine möglichst kleine Fahrzeuggröße auf irischen Straßen jedoch sinnvoll. Sitzheizung ebenfalls Fehlanzeige, aber unschlagbar auf Irlands Straßen. Hab noch keinen passenden Namen gefunden. Vielleicht habt Ihr ja Vorschläge?

Kein Millennium Falken light

Badesachen sind auch eingepackt. Allerdings kann ich keine Souvenirs und auch keinen irischen Gin kaufen. Absolut kein Platz mehr im Gepäck.

Und na ja – irgendwie hab ich keinen neuen Backpack gekauft… Auch wenn mir das von verschiedenen Seiten zu verschiedenen Anlässen mehrfach empfohlen wurde. Das mit den 1.000€ Wetteinsatz sehe ich auch noch nicht kommen. Ich bleibe lieber bei den altbewährten 1€ Wetten.

The same procedure as every trip

Na ja – bei der Ankunft sind es erstmal ’nur‘ zwei Gepäckstücke. Wie ich lernen musste, kämpft die Schweizer Bahn mit ähnlichen Problemen wie das deutsche Pendant. 😱 Um 10:03 Uhr erhalte ich den Anruf, dass ich wohl alleine nach Dublin fliege. Geschockt bin ich deswegen keineswegs. Welche meiner Reisen verläuft schon glatt? Und überhaupt- ist ja sonst auch langweilig.

Mein erstes Frühstück daher alleine

Wie viele Fisimatenten wir wirklich anstellen werden, bleibt abzuwarten. Trallafitti ist auf jeden Fall drin.

Bis bald!

PS: Ich reise nur mit Handgepäck und darin befinden sich solche Dinge wie eine Luftmatratze, ein Schlafsack und ein Campingkocher. 🙈 Klamotten konnte ich daher nicht einpacken.